Die Mü 26 ist ein Flugzeug mit GfK- Rumpf und Tragflächen in Holzbauweise. Das Pendel–V-Leitwerk zeigt die Verwandtschaft mit der Mü 22, wie auch der frühere Projektname Mü 22d beweist. 
Auch wenn sich zur Zeit der Konzeption schon ein Trend in Richtung Voll–GfK Segelflugzeugen abzeichnete, hielt man an der Gemischtbauweise fest, jedoch mit GfK–Rumpf statt Stahlrohr. Das Ergebnis darf sich nicht zu Unrecht Krönung der Holzbauweise nennen. Ein enger Rippenabstand und die Vollbeplankung gewährleisteten eine derart hohe Oberflächenqualität, wie sie bei Flugzeugen in Holzbauweise bis dahin kaum bekannt war. Sie steht modernen Segelflugzeugen in Kunststoffbauweise kaum nach.

 

Der Rumpf wurde in GfK–Positivbauweise gebaut. Er hat keine heute übliche Einschnürung hinter den Flächen und wird darum liebevoll die „Zigarre“ genannt. Die Sitzposition entspricht eher einer extrem waagrechten Liegeposition. Sie ergab sich aus der Reduktion des Rumpfquerschnitts auf einen minimalen Wert, was auch einige Stauraumprobleme im Cockpit mit sich brachte.

Der Erstflug fand im Juli 1971 in Oberpfaffenhofen statt. 1984 kam es zum Bruch, woraufhin die Mü 26 bis 1987 an der Decke hing, bis sie dann von den jetzigen Alten Herren Rainer, Till und Skonz in jahrelanger, mühevoller Arbeit wieder aufgebaut wurde. Jetzt verfügt sie wieder über ein makelloses Finish mit schöner Lackierung. Sogar einen Cobra – Anhänger darf sie ihr neues „Zuhause“ nennen.

Dass damit sogar wieder Wettbewerbstauglichkeit gegeben war, zeigte 2006 unser Wolle bei der österreichischen Junioren Bundesmeisterschaft, bei der er nur um einen Punkt das Podium hinter unserem Benz mit der Automatik – LS 3 verfehlte.

Technische Daten der Mü 26:

Spannweite 16,6 m
Flügelfläche 15,3 m²
Streckung 18,0
Flächenbelastung 25 kg/m²
Profil Eppler 348
Rüstgewicht 212 kg
Fluggewicht 382 kg
Sinkgeschwindigkeit 0,6 m/s (bei 83 km/h)

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