Die Mü 22a war nach dem Krieg die erste Konstruktion der Akaflieg München. Besondere Konstruktionsmerkmale waren Laminarprofil und V-Leitwerk sowie Tragflächen mit 4° Vorpfeilung. Die Akaflieg-Tradition von Holzbauweise und Stahlrohrrumpf (die sog. ‘Münchner Schule‘) wurde beibehalten. Der Bau der Mü 22 erfolgte in den Jahren 1953 bis 1954 in den Werkstätten der Akaflieg in Prien. Der Einsitzer (Konstruktion: Dipl.-Ing. Frodo Hadwich) wurde ein Hochleistungssegelflugzeug mit großer Geschwindigkeitsspanne, das mit seiner guten Gleitzahl bei höherer Geschwindigkeit für Streckenflüge wesentlich besser geeignet war als die vorangegangenen Typen mit Mü-Profil. Die Mü 22 wurde am 29.November 1954 in München-Riem eingeflogen und zeigte gute Flugleistungen. Sie sollte auch als Meß- und Erprobungsflugzeug dienen. Noch 1959 belegte die Mü 22 in der offenen Klasse der deutschen Segelflugmeisterschaften den zweiten Platz und wurde beim Alpenwandersegelflug der Akaflieg als Aufklärer benutzt. Im gleichen Jahr ging sie bei einem Flugunfall verloren.

Technische Daten der Mü 22a:

Spannweite16,6 m
Flügelfläche13,54 m²
Streckung20,4
Flächenbeslatung29,5 kg/m²
ProfilNACA 63(3)-618
Rüstgewicht250 kg
Fluggewicht400 kg
Sinkgeschwindigkeit0,5 m/s (bei 62 km/h)
Gleitzahl36 (bei 75 km/h)

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